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Samt: schick und voll im Trend

Samt ist unverzichtbar in der Garderobe der modebewussten Frau für die Fashion-Saison Herbst/Winter 2016/17

Samt ist ein Textil mit einer langen Geschichte und einer immerwährenden Zukunft. Der Stoff mit der flauschigen Oberfläche wurde bereits im frühen 14. Jahrhundert in Italien eingesetzt, gehörte in der Renaissance zu den wichtigsten Geweben in Europa und verzaubert auch heute noch die Modewelt.

Mit seinem dezent schimmernden Look, sanften Griff und gefälligen Verhalten beim Drapieren ist Samt ein Evergreen – mal mehr, mal weniger in Mode.

Insbesondere in der kommenden Fashion-Saison Herbst/Winter 2016/17 sind die Stoffe mit dem Image von Exklusivität angesagt. Ob in bodenlangen mantelähnlichen Kleidern, weit ausgestellten Hosen im 1970er-Jahre-Stil, Kleidern mit raffinierten Raffungen im Rock, sportlichen Blousons, Latzhosen oder aber klassischen Anzügen – Samt bringt Wärme und Extravaganz ins Outfit für die kalte und graue Jahreszeit.

Herstellen lassen sich attraktive Samtstoffe in hoher Qualität auf verschiedenen Wegen, u. a. durch die Kettenwirktechnologie. Zum einen können die Stoffe mit der 2 bis 3 mm hohen Florschicht auf dem Hochleistungs-Kettenwirkautomaten vom Typ HKS 3-M als elastische Variante gefertigt werden. Dabei setzt die Grundlegebarre GB 3 eine Trikotbindung mit der Legung 1-0/1-2 um und verarbeitet Elastan. Die sich anschließende GB 2 ist mit Multifilamentgarn, z. B. mit Polyester, bestückt. Sie fertigt gegenlegig eine Trikotbindung 1-2/1-0. Auf diese Konstruktion platziert die GB 1 eine lange Unterlegung, die durch den Einsprung der Ware, bedingt durch das Elastan im Fond, als Schlaufe aus der Oberfläche herausgedrückt wird. Im anschließenden Scherprozess werden die Schlingen aufgeschnitten.

Ein anderer Weg zum Samt führt ebenfalls über die HKS 3-M. Der vielseitige Hochleistungs-Kettenwirkautomat fertigt in diesem Fall allerdings eine unelastische Ware und setzt dabei das gleiche Musterungsprinzip um. Die bei der Fertigung erzeugten Unterlegungen werden in einem Rauprozess durchgeraut, um eine gleichmäßige Faserflor-Oberfläche zu erhalten.

Für die Herstellung von Samt wird die HKS 3-M bevorzugt in der Feinheit E 28 eingesetzt. Durch ihre Konfiguration bietet die flexible Maschine verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten. So lässt sich mit der Länge der Unterlegung beispielsweise das Volumen bzw. die Faserlänge der Ware und damit neben dem Griff auch die Optik beeinflussen. Zudem können durch den Garneinsatz das Warengewicht und die Dichte des Textils an die jeweilige Anwendung angepasst werden.

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