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Neue Räume für Pionierleistungen eröffnen

Viel besuchte Feier zur Einweihung des Entwicklungszentrums von NIPPON MAYER, 01. – 03. 03. 2017 in Fukui

Fortschritt braucht Ideen, Know-how und Equipment – Raum zur Entfaltung, den KARL MAYER jüngst mit seinem neuen Entwicklungszentrum in Japan eröffnete. Die Errichtung des hochmodernen Gebäudes gehörte zu einem Restrukturierungsprogramm am KARL MAYER-Standort in Fukui.

Mit der Umgestaltung und Modernisierung baute der Hersteller zwischen 2014 und 2016 sein Tochterunternehmen NIPPON MAYER zum Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Doppelraschelmaschinen und von Innovationen im Textilbereich aus. Was hier geboten wird, demonstrierte NIPPON MAYER während einer In-house Show vom 1. bis 3. März 2017. Das Kundenevent gehörte zu einer Serie von Festivitäten zum 80-jährigen Firmenjubiläum der KARL MAYER-Gruppe und hatte die feierliche Eröffnung des gerade erst fertiggestellten Entwicklungszentrums zum Anlass. Das Get-together mit Einweihungszeremonie, Firmenführung, Maschinenshow und Workshops war sehr gut besucht.

Eine Gästeschar, die die Erwartungen übertraf

„Wir konnten über 400 Besucher begrüßen. Mit so einem großen Interesse hatten wir nicht gerechnet“, zog Armin Alber Resümee. Dabei war der Präsident von NIPPON MAYER nicht nur mit der Anzahl der Gäste, sondern auch mit der Bandbreite ihres Business-Backgrounds zufrieden. Zum Publikum zählten viele Kunden – aus Japan und sogar aus Europa sowie eine große Delegation aus Korea –, Vertreter von Markenherstellern aus dem Sportswear- und Spitzenbereich, von Instituten und Universitäten, zudem Textilhändler sowie Geschäftsführer bzw. Inhaber von Textilbetrieben, die sich bisher noch nicht mit der Wirkerei beschäftigt haben. Sie alle zeigten sich nach dem Showprogramm beeindruckt von der Modernität und Innovationskraft des japanischen KARL MAYER-Tochterunternehmens. „Die Räumlichkeiten und die Ausstattung unseres Entwicklungszentrums und unsere Montagehalle begeisterten die Gäste und stärkten ihr Vertrauen in unseren Standort“, sagte NIPPON MAYER Senior Director Hirokazu Takayama. Mit der Veranstaltung habe das Unternehmen gezeigt, dass es nicht nur ein Lieferant von Qualitätsmaschinen ist, sondern auch ein Partner für die Umsetzung von Ideen – für die Generierung neuer Geschäfte. „Wir konnten den Gästen unser Entwicklungszentrum überzeugend als eine effiziente Plattform für ihre Entwicklungen vorstellen“, so Armin Alber. Welche Möglichkeiten sie bietet, zeigte vor allem die beeindruckende Maschinenshow.

Innovative Fertigungstechnik für Sportswear und Bekleidung

Im Mittelpunkt der viel beachteten Technikpräsentation stand eine Auswahl an Doppelraschelmaschinen. Die Seamless-Experten sind für die Fertigung von Sportswear und Bekleidung prädestiniert und bieten hierfür eine hohe Musterungsvielfalt. Zu den Gestaltungsspezialitäten zählen funktionale Zonen und Porendesigns. Gezielt in einem glatten Fond platziert und in puncto Lochformat und -anordnung kreativ ausgestaltet, lassen sich atmungsaktive Bereiche ebenso unkompliziert umsetzen wie differenziert elastische Bereiche und schicke Muster. Selbst Schriftzüge und sogar die Abbildung ganzer Gebäude wie die des Entwicklungszentrums sind möglich.

Vielfalt und Potenzial für Neues bieten die Doppelraschelmaschinen mit unterschiedlichen Profilen. So gibt es Modelle, die mit zwei Jacquardbarren oder mit spezieller Piezo-Jacquard-Technologie arbeiten, in hohen Feinheiten – bis E 32 – verfügbar sind oder mit einem zusätzlichen Musterfadenführer für große Versatzbewegungen ausgestattet sind.

Die Präsentation der innovativen Technik regte zu intensiven Gesprächen an, insbesondere unter den Herstellern von Sportbekleidung. Großes Interesse erregte zudem die HKS 4-M EL at work. Der Hochleistungs-Kettenwirkautomat fertigte vor den Augen des beeindruckten Publikums einen mehrfarbigen Bekleidungsartikel mit verschiedenen Designs im Nonstop-Wechsel, erreichte dabei eine Geschwindigkeit von 2.100 min-1 und zeigte trotz der Schnelligkeit äußerste Präzision. Die Versatzbewegung für die Überlegung wurde bei maximaler Drehzahl in nur 6,3 ms exakt auf den Punkt ausgeführt. Vor allem Kunden, die in Märkten mit schnellen Kollektionswechseln und kleinen Metragen zu Hause sind, verfolgten die Arbeit der HKS 4-M EL mit großer Aufmerksamkeit.

Unmittelbar von der Trikotmaschine konnte der Blick des Betrachters zur ebenfalls gezeigten DS OPTO wandern. Die Direktschärmaschine stellt gemusterte Teilkettbäume (TKB) her, mit denen die HKS 4-M EL ihre Performancepotenziale voll entfalten kann. Für eine höchst effiziente Fertigung der bunten TKB und ebenfalls von Kurzketten, z. B. für die Produktentwicklung, arbeitet die DS OPTO im Sektionalschärmodus. Genauso gut lässt sich die Hybridanlage allerdings auch zum Direktschären mit höchster Geschwindigkeit nutzen. Mit dieser Flexibilität beeindruckte die DS OPTO das Publikum.

Know-how aus erster Hand

Die Maschinenshow wurde von zahlreichen Infoveranstaltungen, Kursen und Videopräsentationen begleitet. Themen waren die Technik und Anwendungen der gezeigten Maschinen, die Software ProCad warpknit zur realitätsnahen Mustersimulation, KAMCOS® 2 als innovative Automatisierungsplattform und der 360° Support von KARL MAYER. Zudem gab es einen Kurs der firmeneigenen Academy zu den Grundlagen der Wirkerei. Die Angebote zum Dazulernen kamen gut an. „Bei nahezu allen Veranstaltungen waren die Stuhlreihen im Auditorium voll besetzt“, so die Beobachtung von Hirokazu Takayama. Die Hersteller seien auf der Suche nach Neuem und daher sehr interessiert an Know-how, Ideen und Inspirationen. Wohl auch deshalb waren die Exponate zu den vielfältigen Anwendungen der Textilien von KARL MAYER-Maschinen Gegenstand vieler Gespräche. In den Dekorationsbereichen wurden CFK-Bauteile für Autokarosserien und Geotextilien für den Baubereich ebenso gezeigt wie Turnschuhe mit schicken Mustern, sexy Spitzenkleider und funktionelle Sportswear.

 

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