KARL MAYER hat sich an der ITMA 2011 als Aussteller beteiligt und ist äußerst zufrieden mit den Ergebnissen seines Messeauftritts. Der zweistöckige Stand des Herstellers erwies sich mit seinen technischen Innovationen und seinen schirmförmigen hellen Textildächern als Publikumsmagnet und Branchentreffpunkt. Für die Gestaltung wurde eine Wirkware von einer HKS 3-M in E 32 eingesetzt.
Mit seinen Neuentwicklungen und Optimierungen zeigte KARL MAYER zum einen Lösungen mit einer konsequenten Preis-Leistungsorientierung, zum anderen Wege zur Erschließung neuer Anwendungen bzw. Märkte und damit insgesamt ein außerordentlich gutes Gespür für die Bedürfnisse der Kunden. „In den vielen Gesprächen auf der Messe wird immer wieder deutlich, dass die Textilhersteller unsere Innovationen als Chance für eine auch künftig erfolgreiche Gestaltung ihrer Geschäfte begreifen", erklärte der Leiter des Geschäftsbereichs Wirkmaschinen Arno Gärtner während der ITMA. „Trotz der finanzpolitischen Diskussionen in Europa ist bei unseren Kunden eine starke Zukunftsorientierung zu spüren. Unsere Gäste sind sehr optimistisch und nehmen die maschinentechnischen Neuentwicklungen aus unserem Hause mit großem Interesse auf", ergänzte er.
Innovative Wirkwaren und eine ausgeprägte Preis-Leistungs-Orientierung
Insbesondere die superfeine Trikotware der HKS 2-3 E fand viel Beifall bei den ITMA-Gästen. Die Qualität wurde in der Feinheit E 50 gefertigt und inspirierte mit einer glatten Oberfläche, einem fließenden Fall und einem seidigen Griff zu neuen Produktideen.
Ebenfalls bisher unbeschrittene Wege zum Erfolg wies während der Messe die DJ 6/2 EL mit einem integrierten Positive Patternbeam Drive (PPD). Die zusätzliche Garnlieferung an gezielten Positionen macht die funktionelle Aufwertung der textilen Produkte beispielsweise durch die nahtlose Einarbeitung von formenden Stretchzonen und Bündchen möglich.
Die dritte Entwicklung im Bunde der innovativen Stoffe mit einem hohen Marktöffnungspotenzial stammte von einer JL 40/1 F. Die Jacquardtronic® Lace fertigte zur Messe glatte, dezent elastische Panels ohne die konventionelle Franse-Schuss-Kombination und setzte zudem in den geschlossenen, funktionellen Warenbändern einfache aber trotzdem effektvolle Musterspots um.
Im Bereich der Spitzenraschelmaschinen präsentierte KARL MAYER zudem die TL 59/1/24 – ein Newcomer, der mit einer hohen Drehzahl und einer großen Virtuosität bei der Fertigung zarter Spitzenbänder während der ITMA produzierte.
Darüber hinaus überzeugte die neue HKS 3-1 auf CFK-Basis mit einem höheren Output pro Investition im Vergleich zum Vorgängermodell, und die optimierte RSJ 4/1 zeigte sich nochmals sowohl schneller als auch flexibler.
Die Rascheltronic® fertigte zur Messe gemusterte Netzgründe mit Jacquardbarren, die das Garnmaterial hierfür von zwei spiegelbildlich angeordneten Kettbäumen erhielten. Bei der Produktion der Spotnet-Qualitäten ist die RSJ 4/1 außerordentlich effizient.
Auch die Hersteller Technischer Textilien für spezielle Einsätze kamen bei KARL MAYER auf ihre Kosten. Für diesen Bereich bietet der Textilmaschinenspezialist ein Fertigungsequipment mit Anwendungszuschnitt – beispielsweise das in Barcelona gezeigte Schusseintragssystem für die Verarbeitung online-abgelängter, gespreizter Carbonbänder auf der Malitronic® MULTIAXIAL C&L (Cut & Lay). „In den Gesprächen während der ITMA war ein klarer Trend hin zu Sonderlösungen zu bemerken", erklärte Axel Wintermeyer, Verkaufsleiter des KARL MAYER-Geschäftsbereichs Technische Textilien. „Auf der ITMA haben wir bewiesen, dass wir mit unserem Know-how und unserer Erfahrung den Ansprüchen bei der Herstellung von textilen Spezialprodukten für technische Anwendungen entsprechen können."
Innovationen, die die Kettvorbereitung revolutionieren
Zur diesjährigen ITMA präsentierte KARL MAYER erstmals seine Innovationen in den Bereichen Kettvorbereitung und Wirkerei gemeinsam auf einem Stand.
Zum Thema Schlichtetechnik zeigte KARL MAYER den Schlichtetrog PRO SIZE, der große Beachtung fand. Im Mittelpunkt der Neuentwicklung stehen drei hochturbulente strömungsintensive Auftragszonen und ein modernes Düsenauftragssystem als Ersatz für die bisherige Tauchbenetzung. Die Vorteile hieraus: ein homogener, kontrollierter Schlichtemittelauftrag, die Minimierung der Prozessflotten- und damit Abwassermengen, ein schonender Umgang mit dem Garn sowie die mögliche Verarbeitung von Fadendichten in einem bisher unerreichten Breitenspektrum im Einbadverfahren.
Als ein weiteres Highlight erwies sich die Multi-Matic® auf dem KARL MAYER-Stand. Die neue Schärmaschine fertigt Muster- und Produktionsketten mit mittleren Lauflängen, erreicht dabei eine Schärgeschwindigkeit von bis zu 800 m/min und verarbeitet maximal 128 separat handhabbarer Fäden – fünfmal mehr Fäden im Vergleich zur GOM 24.
"Unsere Besucher sehen die Möglichkeit, eine große Anzahl von Fäden einzeln zu führen, als eine bahnbrechende Erweiterung der Musterungspotenziale", erklärte Martin Küppers, Verkaufsleiter des Geschäftsbereichs Kettvorbereitung, während der ITMA. Zudem mache die hohe Produktivität die Umsetzung neuer Designs und damit die Erschließung weiterer Geschäftsfelder möglich, ergänzte er.
Ein internationales Publikum mit hoher Fachkompetenz
Die ITMA 2011 hat sich für KARL MAYER als eine effiziente Plattform für den Informationstransfer und für die Kontaktpflege weit über die Grenzen Europas hinaus erwiesen. „Die Internationalität auf unserem Messestand war auffallend hoch und verschaffte unserem Auftritt ein noch breiteres Podium", bestätigte Arno Gärtner.
Die Mehrzahl der Besucher auf dem KARL MAYER-Stand kam aus Indien, gefolgt von den USA, Italien, Brasilien, Spanien, Deutschland und aus der Türkei. Die starke Präsenz aus den USA liegt in dem großen Interesse der Hersteller dieses Landes an dem Markt der Technischen Textilien begründet. Die meisten Gäste des Geschäftsbereichs Wirkmaschinen kamen dagegen nach Indien aus der Türkei.
Nach Aussage von Oliver Mathews, Verkaufsleiter des Geschäftsbereichs Wirkmaschinen, seien die Länder Indien und die Türkei mit einer zu erwartenden anhaltenden Nachfrage starke Impulsgeber für den Markt. Als Ursache für den positiven Trend nannte er vor allem den steigenden einheimischen Bedarf an effizient gefertigten Großserien-Produkten.
Zudem macht sich in Süd- und Mittelamerika eine deutliche Aufbruchstimmung bemerkbar. Hier stellen sich die Unternehmen sowohl auf eine wachsende regionale Nachfrage als auch auf einen verstärkten Export in die USA ein. Grundlage für den Optimismus ist die zunehmende Verkürzung der Lieferzeiten und damit zusammenhängend die Verlagerung der Fertigungskette von Asien in die Nähe des Verbraucherlandes. Zudem führt die Konzentration der chinesischen Hersteller auf die einheimischen Konsumenten zum verstärkten Einkauf der USA in Mittel- und Südamerika. Optimistisch stimmt darüber hinaus die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung in den osteuropäischen Ländern Polen und Tschechien. Die Unternehmen schauen nach vorne, modernisieren und expandieren.
Eine Gesamtpräsentation mit durchweg positivem Feedback
Die diesjährige Messe sei die beste seit ihrer Teilnahme an der ITMA gewesen, war in den Feedbackgesprächen mit den Mitarbeitern mehrheitlich zu hören. „Europa ist und bleibt das Zentrum für Innovationen im Textilmaschinenbau", erklärte Oliver Mathews. Auf dem KARL MAYER-Stand seien das Interesse an Neuentwicklungen, die fachliche Kompetenz der Besucher und die Qualität der Gespräche auffallend hoch gewesen. So konnte KARL MAYER durch seinen Messeauftritt seinen Bekanntheitsgrad erhöhen, sein Image als Trendsetter der Branche und seine Position als Marktführer festigen und natürlich umfangreiche Geschäfte generieren. Zudem erwies sich der Stand des Herstellers auch zur diesjährigen ITMA als DER Treffpunkt der Branche.